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Risse oder Löcher in Lederbekleidung


Häufig kommt es vor, dass durch Hängenbleiben Risse in Jacken entstehen. Meist sind es die typischen Triangelrisse, die wie ein "V" aussehen oder ausgerissene Seitentaschen. In seltenen Fällen kommt es zu richtigen Löchern, z. B. durch eine Zigarettenglut.

Leider sind Bekleidungsleder so dünn, dass man sie nicht selber ohne weiteres unsichtbar mit unserem Flüssigleder reparieren kann. Das geht meist nur bei dickeren, schwarzen Glattledern, wenn die Stellen nicht im Hauptsichtbereich sind.

Je nach Lederart werden Risse wie folgt von Fachbetrieben repariert:

Einfarbige Glattleder

Einfarbige Glattleder kann man bei Rissen mit einer Schenkellänge von ca. 3-5 Zentimetern i. d. R. fachgerecht nahezu unsichtbar reparieren. Solche Risse werden mit Flüssigleder geschlossen, dann die Narbung nachgeprägt und die Farbe und der Glanzgrad im Original angepasst. Solche Reparaturen sind für einen Dritten i. d. R. absolut unsichtbar und sehr stabil. Nur im Gesäß- oder Kniebereich wird das Leder lieber ausgetauscht.

Bei längeren Rissen oder Löchern im Leder kann ein Schaden nur durch einen Austausch oder eine Näharbeit versteckt werden. Fachbetriebe haben dabei die Möglichkeit, passende Leder in anderen Farben durch eine professionelle Färbung passend zu machen, so dass auch hier eine nahezu unsichtbare Reparatur möglich ist. Manchmal wird auch eine Naht entlang des Risses gelegt. Diese Naht muss dann auch spiegelverkehrt auf der Gegenseite gelegt werden, damit es wie eine Ziernaht aussieht.

Mehrfarbige Glattleder und andere exotische Glattleder

Mehrfarbige Glattleder sind häufig offenporige Glattleder oder oberflächengefärbte Glattleder mit besonderer Farbgestaltung. Es gibt aber auch exotischere Leder wie Pull-Up-Leder (Fettleder) oder besondere Metalliceffekte.

Hier muss der Fachmann jeweils prüfen, welche Reparaturmethode in Frage kommt. Auf jeden Fall sind solche Reparaturen nicht einfach.

Rauleder

Rauleder sind bei Bekleidung auch sehr weit verbreitet. Die häufigsten Rauleder sind Ziegenveloure, Schweinsleder, Trachtenbekleidung oder Fellmäntel.

Solche Reparaturen sind besonders schwierig, weil man Rauleder gar nicht mit Flüssigleder reparieren kann. Häufig kann man die Risse nur hinterkleben. Auch der Austausch durch Neuleder ist häufig nicht möglich, weil identisches Leder nicht erhältlich ist und man es auch nicht ohne weiteres einfach passend färben kann.


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