Reptilienleder

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Die Schwierigkeit bei der Ledergewinnung von Reptilien liegt generell darin, dass deren Hautstruktur gegenüber den Säugetieren eine nur geringe Dehnfähigkeit und effektiv nutzbare Fläche bedingt. Unbeschädigte Reptilienhäute sind selten, auch kann der Körper der Tiere - im Gegensatz etwa zum Rind - nicht für weitere Zwecke, etwa für die Lebensmittelherstellung, gewinnbringend verwertet werden. Bei Krokodilleder zum Beispiel werden nur die Bauchhaut und [[Haut|Häute]] jüngerer Tiere zu [[Leder]] verarbeitet. Dies verteuert Reptilienleder deutlich. Die genannten Überlegungen spiegeln sich auch darin wieder, dass Krokodilleder etwa nicht nach laufenden Metern gehandelt werden, sondern nach Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Verarbeitet werden meist Häute zwischen 28 und 35 cm Breite. Die Schwierigkeit bei der Ledergewinnung von Reptilien liegt generell darin, dass deren Hautstruktur gegenüber den Säugetieren eine nur geringe Dehnfähigkeit und effektiv nutzbare Fläche bedingt. Unbeschädigte Reptilienhäute sind selten, auch kann der Körper der Tiere - im Gegensatz etwa zum Rind - nicht für weitere Zwecke, etwa für die Lebensmittelherstellung, gewinnbringend verwertet werden. Bei Krokodilleder zum Beispiel werden nur die Bauchhaut und [[Haut|Häute]] jüngerer Tiere zu [[Leder]] verarbeitet. Dies verteuert Reptilienleder deutlich. Die genannten Überlegungen spiegeln sich auch darin wieder, dass Krokodilleder etwa nicht nach laufenden Metern gehandelt werden, sondern nach Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Verarbeitet werden meist Häute zwischen 28 und 35 cm Breite.
-[[bild:schlangenlederstiefel.jpg|thumb|250px|Besonders farbenfrohe Stiefel aus Schlangenleder.]]+[[bild:schlangenlederstiefel.JPG|thumb|250px|Besonders farbenfrohe Stiefel aus Schlangenleder.]]
Aufgrund der Bedrohungslage für viele Reptilienarten dürfen zahlreiche Reptilienleder bereits seit 1976 (mit Inkrafttreten des [[Washingtoner Artenschutzabkommen]]s für die Bundesrepublik) nicht mehr oder nur unter strengen Auflagen verkauft werden. Aufgrund der Bedrohungslage für viele Reptilienarten dürfen zahlreiche Reptilienleder bereits seit 1976 (mit Inkrafttreten des [[Washingtoner Artenschutzabkommen]]s für die Bundesrepublik) nicht mehr oder nur unter strengen Auflagen verkauft werden.

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Vom britischen Zoll beschlagnahmte Krokodilledertaschen. Bild: public domain
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Vom britischen Zoll beschlagnahmte Krokodilledertaschen. Bild: public domain
Haut einer Python.
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Haut einer Python.

Reptilienleder sind alle Leder, die von Reptilien wie Schlangen, Krokodilen und Alligatoren stammen. Reptilienleder wird in der Regel zur Herstellung kostbarer Schuhe und Handtaschen verwendet.

Die Schwierigkeit bei der Ledergewinnung von Reptilien liegt generell darin, dass deren Hautstruktur gegenüber den Säugetieren eine nur geringe Dehnfähigkeit und effektiv nutzbare Fläche bedingt. Unbeschädigte Reptilienhäute sind selten, auch kann der Körper der Tiere - im Gegensatz etwa zum Rind - nicht für weitere Zwecke, etwa für die Lebensmittelherstellung, gewinnbringend verwertet werden. Bei Krokodilleder zum Beispiel werden nur die Bauchhaut und Häute jüngerer Tiere zu Leder verarbeitet. Dies verteuert Reptilienleder deutlich. Die genannten Überlegungen spiegeln sich auch darin wieder, dass Krokodilleder etwa nicht nach laufenden Metern gehandelt werden, sondern nach Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Verarbeitet werden meist Häute zwischen 28 und 35 cm Breite.

Besonders farbenfrohe Stiefel aus Schlangenleder.
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Besonders farbenfrohe Stiefel aus Schlangenleder.

Aufgrund der Bedrohungslage für viele Reptilienarten dürfen zahlreiche Reptilienleder bereits seit 1976 (mit Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutzabkommens für die Bundesrepublik) nicht mehr oder nur unter strengen Auflagen verkauft werden.

Legitim gehandelte Reptilienleder besitzen eine Plombe des Internationalen Reptillederverbandes und eine sogenannte Reptilartenschutzfahne, die mittels eines Nummerncodes Aufschluß über Herstellungsjahr und -ort, Herstellungsbetrieb, Reptilspezies und Artikelgruppe gibt. Diese Leder stammen aus Reptilfarmen wie etwa der Samut-Prakarn-Farm im thailändischen Bangkok, wo rund 20000 Reptilien auf 400000 Quadratmeter Fläche gehalten und etwa 10000 Häute pro Jahr produziert werden. Eine Farm vergleichbarer Größe befindet sich auch in Mombasa, Kenia.

Siehe auch Alligatorleder.

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